Die Künstlergebote

  1. Integrität: Lass Dich inspirieren, aber stehle nie von anderen Künstlern.
  2. Antiautomatisieren: Sei einfach Du selbst, und mach es lieber suboptimal selbst, bevor Du einen Schritt im Schaffensprozess professionell von anderen machen lässt - es sei denn, Du empfindest sonst keine Freude am Schaffen.
  3. Flagge zeigen: Sei exzessiv und polarisierend. Durchschnittliche Herdentiere gibt es schon genug.
  4. Opferbereitschaft: Sei bereit im Fall der Fälle alle anderen Prioritäten der Kunst unterzuordnen.
  5. Nähe für den armen Mann: Stelle sicher, dass Deine Kunst zumindest Teilweise für jedermann erreichbar und erschwinglich ist. Der wahre Künstler ist unbestechlich, und betreibt die Kunst selbst dann, wenn finanziell ein Nullsummenspiel zustande kommt.
  6. Einklang mit dem Leben: Sei Dein eigener Herr, aber sei Dir bewusst, dass Gewalt an der Gegengewalt zerbrechen wird.
  7. Nachlass: Stelle sicher, dass Dein Werk der Nachwelt hinterlassen wird. Das ist doch der tiefere Sinn der Kunst. Dass etwas bleibt, wenn sonst nichts bleibt.
  8. Verantwortung: Schreibe Dir ein Ziel vor, das Du beim betreiben Deiner Kunst verfolgst. Für mich ist dies beispielsweise zu verdeutlichen, dass kein Mensch ersetzbar ist und beim Verlassen der eigenen Welt tiefen Schmerz und Leere hinterlässt.