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Wie immer

 

Waren gleich ein Liebespaar,
nach dem ersten Treffen schon.
Lagen nackt im Feld aus Mohn.
Alles schien uns wunderbar.

Hatten wir es überstürzt?
Reif war das Verhalten nicht.
Dachten kurz und dachten schlicht.
Kennenlernen? Abgekürzt!

Sagten gern: „Ich liebe Dich“,
und vertrauten uns stets blind,
sorgenfrei wie nur ein Kind.
„Nein, ich lass Dich nie im Stich!“

Ja, so lief‘s bei jeder Frau.
Spät hab ich dazu gelernt,
dass man sich auch schnell entfernt
ohne eine Innenschau…

26. August 2021


Ungewissheit


Habe ich dich nun verloren
oder wartest du da draußen?
Wozu bin ich auserkoren?
Welcher Stimme soll ich lauschen?

 Sag Fortuna, wohin gehen,
 wenn nur Ungewissheit wartet?
 Vielleicht bleib ich einfach stehen,
 noch bevor mein Fehler startet.

 Alles ist stets falsch gewesen,
 nie ist etwas rum gekommen.
 Kann nicht in der Zukunft lesen,
 sehe alles nur verschwommen.

 Ein neues Leben sei willkommen,
 kenne Altes schon zu lange.
 Mutig-Sein ist vorgenommen!
 Nur Ausrede: Dies Angst und Bange.

26.08.2021


Sonne und Mond


Die Sonne schenkt uns Menschen Licht,
und ohne sie, da gäb‘s uns nicht.
Ihr Feuer brennt erbarmungslos,
und doch ist unser Dank sehr groß.


Am Ende ist sie nur ein Stern,
der riesig ist und ziemlich fern.
Der frühe Mensch verehrte ihn
als Gott, der täglich neu erschien.


Sein Gegenspieler ist der Mond,
der ebenfalls am Himmel thront.
Er scheint, wenn Nachts die Sonne stirbt,
wenn damit Gottes Macht nicht wirkt.


Er heilt, was sich am grellen Tag
sonst niemals gänzlich zeigen mag,
und schenkt auch denen Zuversicht,
die wandern dort im fahlen Licht.


26. August 2021